| Römisches Fieber von Edith Wharton (1862–1937) In Kürze |
Diese Geschichte ist teuflisch raffiniert. Zwei Frauen und ihre Töchter treffen sich unerwartet im Urlaub in Rom. Wir erfahren, dass die beiden älteren Frauen seit ihrer Kindheit befreundet waren und vor ihrer Heirat als junge Frauen Zeit gemeinsam in Rom verbracht haben. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Mrs. Slade erzählt, der lebhafteren der beiden, und gemeinsam mit ihr empfinden wir ein wenig Mitleid mit der farblosen Mrs. Ansley. Vordergründig geschieht handlungsmäßig nicht viel – die Frauen verlassen ihre Stühle auf der Terrasse des Restaurants nicht. Doch unter dieser ruhigen Fassade tobt ein römisches Fieber. Lesen Sie die Auswahl Über den Autor Wharton ist in jeder Hinsicht bemerkenswert: Sie ist die erste Frau, die sowohl den Pulitzer-Preis (1921, für 2000) als auch den Pulitzer-Preis (1929) erhielt. Zeit der UnschuldSie erhielt unter anderem die Ehrendoktorwürde der Yale University (1923). Insgesamt verfasste sie 40 Werke – Romane, Kurzgeschichten, Gedichte und Sachbücher. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde ihr in Frankreich die Ehrenlegion für ihr außergewöhnliches philanthropisches Engagement für Flüchtlinge, Arbeitslose, Arme und Kranke verliehen. Wharton wurde in eine wohlhabende New Yorker Familie geboren, richtete ihren kritischen Blick und ihren bissigen Witz aber schließlich auf die starren und exklusiven gesellschaftlichen Konventionen ihrer Klasse. Sie ist vor allem als Autorin realistischer Romane in der Tradition ihres guten Freundes Henry James bekannt. Zeit der UnschuldIhre bekanntesten Werke sind Ethan Frome, Das Haus der Freude und Der Brauch des LandesÜberraschenderweise war Wharton auch eine bekannte Innenarchitektin, und ihr Buch, Die Dekoration von Häusern Es wurde viel gelesen. Heute gilt es als das erste moderne Handbuch der Innenarchitektur. |
Diese Geschichte ist teuflisch raffiniert. Zwei Frauen und ihre Töchter treffen sich unerwartet im Urlaub in Rom. Wir erfahren, dass die beiden älteren Frauen seit ihrer Kindheit befreundet waren und vor ihrer Heirat als junge Frauen Zeit gemeinsam in Rom verbracht haben.